Party bei Partners

Die Bremer Software-Schmiede Partners-Solutions schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. „Mit unserem Buchungstool für Billigflieger, Low Fare, erzielen wir sogar im europäischen Rahmen sehr große Zahlen“, sagt Geschäftsführer Wolfgang Brinker. Ein guter Zeitpunkt also, ein 20-jähriges Jubiläum zu feiern.

 

Von links: Wolfgang Brinkner, Kai Hannemann, Timothy O'Neil-Dune, Wolfram Reulecke

Reisebüro-Ketten wie CWT, American Express und Hogg Robinson, aber auch Ebookers setzt das Buchungstool ein. Ohne absolute Zahlen zu nennen, kündigte Brinker einen Zuwachs von 50 Prozent für 2008 an – nach plus 42 Prozent im vergangenen Jahr.

 

 

"Die Reisebüro-Ketten mögen unsere Lösung, weil die Abwicklungsprozesse einfach sind und kein Umlernen notwendig ist", erläutert Kai Hannemann, der Partners mit Brinker vor 20 Jahren aus der Taufe hob. In der Geschichte des Unternehmens hat es mehrere Höhen und Tiefen gegeben.

 

Anne Rösner, Matthias Hocks

"Fluggesellschaften und IT-Unternehmen verbrennen im Vergleich der Branchen das meiste Geld. Dass Partners 20 Jahre erfolgreich überstanden hat, ist ein Ausweis für gute Arbeit", stellt der international tätige IT-Experte Timothy O’Neil Dune sowohl Brinker wie Hannemann ein gutes Zeugnis aus.

 

Schließlich starteten sie ihr Unternehmen in der Zeit des Betriebssystems DOS und programmierten als eines der ersten großen Projekte den damals neu nach Deutschland gekommenen GDS Sabre und Galileo wichtige Anpassungen: den Druck von Rechnungen und den Umgang mit der deutschen Mehrwertsteuer.

 

In der Zeit von 1998 bis 2002 war Partners ein Tochterunternehmen von Start Amadeus. "Wir sind damals an internen Seilschaften gescheitert", bedauert Brinker. Als Partners wieder selbstständig war, startete das Low-Fare-Produkt. "Das war unsere eigene Idee", so Brinker. Zuvor hatte die IT-Schmiede vielfach Ideen anderer umgesetzt oder verbessert. Dazu zählte ganz zu Beginn die Automatisierung von Prozessen bei Consolidators.

 

Steffen Faradi, Bernd Nawrath

 „Erinnern Sie sich an die Angst vor der Umstellung auf die Jahreszahl 2000?“, spießt Wolfram Reulecke ein Ereignis auf, das die gesamte IT-Welt damals elektrisierte. Es ging die Furcht um, dass alle Computer-Uhren auf das Jahr 1900 zurückspringen würden. Denn diese Uhren rechneten nur mit zweistelligen Jahreszahlen. "Dieses Ereignis ist lediglich acht Jahre her", so der Bistro-Erfinder Reulecke, um die Schnelllebigkeit der Technologie zu illustrieren.

 

Party mit Partnern auf dem Weserdampfer

 Reulecke prüfte ab, ob Brinker und Hannemann zu den heimlichen Helden (Hidden Champions) zählen. Sie erfüllen alle Kriterien, nur dass sie in ihrem Segment nicht weltweite Marktführer sind. "Wir werden im Fünfjahresrhythmus prüfen, ob Partners auch dieses Kriterium erfüllt", sagt Reulecke mit einem Augenzwinkern.

 

Quelle: FVW online, 24.04.2008, Georg Jegminat

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